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Lothar Emmerich

Lothar Emmerich

Der Sohn eines Bergmanns wurde am 29. November 1941 in Dortmund - Dorstfeld geboren. Seine ersten Schritte auf dem Rasenplatz machte er im Alter von 9 Jahren beim SC Dorstfeld 09. Zu der damaligen Zeit konnte noch niemand ahnen, zu welch einer gewaltigen Torfabrik sich der junge Emmerich entwickelt. Doch in den 9 Jahren in welchen er für den SC Dorstfeld bolzte hat man schnell gesehen, das Emmerich die Tore liefert. Das war auch der Anlass, weshalb der Trainer Max Merkel auf ihn aufmerksam wurde und Lothar Emmerich 1960 dazu bewegte, zum Verein von Borussia Dortmund zu wechseln. „Emma“ so wie ihn jeder nannte, fühlte sich schnell wohl in seinem neuen Verein und durch seine lockeren Sprüche, war er bei seinen Mannschaftskameraden sehr beliebt. „Gib mich die Kirsche“ war unter anderem einer von den Sprüchen die Emmerich so sympathisch machten. Die 60er Jahre waren wohl die bewegendsten Jahre im Leben von Lothar Emmerich. Fünf Jahre nach seinen gelungenen Einstand bei Borussia Dortmund wurde er 1965 in Hannover mit einem 2:0 Erfolg über Alemannia Aachen Deutscher Pokalsieger. Emma war einer der Torschützen, welcher mit seinem Treffer den Gewinn des DFB Pokals mit unterstützte.

Bereits ein Jahr danach überschlugen sich die Ereignisse für den torgefährlichen Emmerich. Bundestrainer Helmut Schön wollte nicht mehr länger warten und ließ den 24jährigen für das Länderspiel am 23. März 1966 gegen Holland antreten. Die deutsche Nationalmannschaft bezwang den Gastgeber in Rotterdam mit vier zu zwei Toren und Emma war einer von den erfolgreichen Schützen. Nur wenige Wochen vor der Fußball – Weltmeisterschaft in England gelang ihm mit Borussia Dortmund der größte Erfolg, welcher zu der damaligen Zeit jemals eine deutsche Vereinsmannschaft erreicht hatte. Dortmund gewann im Endspiel gegen den FC Liverpool am 5. Mai 1966 in Glasgow den Europapokal der Pokalsieger. In diesem gesamten Wettbewerb erzielte Lothar Emmerich 14 Treffer für seinen Verein und war damit maßgeblich an diesem Triumph beteiligt. Obwohl Emmerich nur fünfmal das deutsche Nationaltrikot trug, hatte er sich bereits zu Lebzeiten sein eigenes Denkmal gesetzt. Am 20. Juli spielte Deutschland um den Einzug in das Viertelfinale für die Fußball – Weltmeisterschaft 1966 in England. Der Gruppengegner hieß Spanien und für die Mannschaft von Trainer Villalonga ging es bei diesem Spiel um alles oder nichts. In der Anfangsphase von diesem Match wollte der deutschen Mannschaft keine Kombination gelingen und es sah so aus, als ob Spanien die Oberhand behält. Doch dann kam die entscheidende 38. Spielminute und die 47.000 Zuschauer im Villa Park Stadion zu Birmingham sehen ein Tor, welches sie wohl kein zweites Mal in ihrem Leben zu sehen bekommen. Der Torschützenkönig der Bundesliga Lothar Emmerich schmettert den Ball mit voller Wucht und quasi aus einem unmöglichen Winkel in die rechte Ecke des Tores von Tormann Iribar. Emma stand schon fast an der gegnerischen Torlinie als er das Leder erwischte und er ahnte noch nicht, dass dieses spektakuläre Tor einmal als Jahrhundert – Tor in die Fußballgeschichte eingehen würde.

Seinen letzten Einsatz in der Nationalmannschaft hatte er beim Finalspiel am 30. Juli 1966 gegen England, welches mit 2:4 Toren für das Mutterland des Fußballs endete. 1969 und nach 183 Bundesligaspielen in welchen er 115 Tore schoss trennte sich Emmerich von Borussia Dortmund und spielte bis 1972 für den Belgischen Verein AC Beerschot. Nach einigen Stationen bei verschiedenen Klubs beendete er 1981 seine erfolgreiche aktive Laufbahn und widmete sich der Tätigkeit als Trainer. 1999 kehrte er nach Borussia Dortmund zurück und übernahm den Posten des Fanbeauftragten. Lothar Emmerich ist nach schwerer Krankheit und im Alter von 61 Jahren am 14. August 2003 an Lungenkrebs verstorben. Emma erzielte in fünf Länderspiele für Deutschland zwei Tore und wurde 1966 und 1967 Torschützenkönig der Bundesliga. Seine größten Erfolge hatte er 1965 mit Dortmund als Deutscher Pokalsieger, 1966 als Europapokalsieger und als Vize – Weltmeister mit der deutschen Nationalmannschaft. Er verstarb 2004 all zu früh an einem Krebsleiden.

Hall of Fame des deutschen Fussballs

 

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